"Wenn ein Autor über Jahre hinweg nur Extreme Horror veröffentlicht, in dem Blut und andere Flüssigkeiten in rauen Mengen fließen, und plötzlich veröffentlicht er eine ganz traditionelle Schauergeschichte, ohne den geringsten brutalen Effekt und in einer anderen, älteren Sprache, dann könnten sich viele Leser betrogen fühlen. Mit dem Erfinden eines Pseudonyms wollte ich dem vorbeugen. Die Leser, die es ruhiger mögen, lesen Sidjani, und diejenigen, die es trashig oder extrem mögen, können Preil lesen."

Aus einem Interview 2014


Wer ist Sidjani?

 

Christian Sidjani wurde 1976 geboren und wuchs in den Hamburger Stadtteilen Bramfeld und Barmbek auf. Er studierte Soziologie an der Universität Hamburg. Unter anderem arbeitete er im Kino, in der Buchhandlung, Marktforschung und zuletzt für ein großes, deutsches Nachrichtenmagazin. Seit über 30 Jahren schreibt er, hauptsächlich in einem Bereich, der als Weird Fiction bezeichnet werden kann.

2013/14 veröffentlichte er als unabhängiger Autor eine Reihe von Kurz-Romanen und Erzählungen, u.a. die ersten beiden Teile seiner Mundsburg-Trilogie, "Stillmanns Münzen" und "Der mittlere Turm". Er ist Herausgeber der Anthologie "Horror-Legionen 2", für die er mit führenden Horror-Autoren Deutschlands zusammenarbeiten durfte.

Zwischen Mai und Dezember 2014 erschien seine fünfteilige Reihe Monster, Mörder, Mutationen unter dem Pseudonym Nikolas Preil, der härter und trashiger erzählt. Aus der Not geboren entpuppte sich das Pseudonym als erfolgreicher als sein Wirt.


Wer ist Preil?

 

Nikolas Preil liebt seit seiner Kindheit Horrorfilme und -romane und hat sehr früh begonnen, seine morbiden Fantasien in Worten festzuhalten. Er lebt und arbeitet in Hamburg, muss aber im Verborgenen bleiben, weil ein Unfall sein Gesicht entstellte. Er liebt chinesisches Essen und das Geräusch, wenn Luftballons platzen.

Mit dem Kurz-Roman "Das Ende der Nacht" gelang ihm als unabhängiger Autor 2013 ein kleiner Überraschungserfolg. In der Thriller-Satire "Sommertod" wurde er zur Hauptfigur. 2014 veröffentlichte er zwischen Mai und Dezember dann seine fünfteilige Horror-Reihe Monster, Mörder, Mutationen.

Nach diesem Mammut-Projekt folgte lange Zeit keine weitere Veröffentlichung mehr, obwohl ihm die Ideen nie ausgegangen sind. Manche sagen, er brauchte eine Pause. Andere behaupten, er hätte seine Seele an einen großen Konzern verkauft.

 

Sicher ist, dass Nikolas Preil die härtere, trashigere Seite des Weird Fiction-Autors Christian Sidjani ist.


Sidjani ist Preil ist Sidjani

 

Es stimmt also, Christian Sidjani und Nikolas Preil sind ein und dieselbe Person. Und von nun an arbeiten sie zusammen. Seit Oktober 2020 veröffentlicht der Autor wieder.

 

"Ich habe schon immer das geschrieben, worauf ich Lust hatte, ob Splatter, ob Schauergeschichte oder realistischer Roman, in altertümlicher Sprache, Umgangssprache, anspruchsvoll oder trashig, ganz egal. Das muss alles zur jeweiligen Geschichte passen. Darum sind Sidjani und Preil nicht länger getrennt. Sie schreiben gemeinsam. Alle Facetten des Horrors, des Weird."

Heute (2020)